Interview: Wie die paed.ML®-Hotline Grundschulen im Alltag unterstützt

Technische Hotline für Grundschulen

Wenn der Drucker streikt, das WLAN zickt oder Fragen zur Softwareverteilung auftauchen, ist schnelle Hilfe gefragt – besonders an Grundschulen, wo es keine festen Netzwerkbetreuer/-innen gibt und die IT oft nebenbei mitgemacht wird. Gut, dass es die paed.ML®-Hotline am Landesmedienzentrum gibt: freundlich und speziell auf die Bedürfnisse von Grundschulen ausgerichtet. Daniel Enser kennt die schulische Praxis aus erster Hand. Der ehemalige Lehrer arbeitet im Support und hilft Grundschulen bei technischen Problemen. Im Interview berichtet er über besondere Unterstützungsangebote und erklärt, was die paed.ML® zur echten Erleichterung im Schulalltag macht. 

Daniel, Du warst viele Jahre Lehrer. Was hat Dich dazu bewogen, in den technischen Support am Landesmedienzentrum zu wechseln?

Mehr als zehn Jahre war ich Lehrer und habe in dieser Zeit dort die paed.ML® intensiv als Anwender kennengelernt. Schon früh begann ich, das System auch technisch zu betreuen. Ich habe mich in Handbücher und technische Dokumentationen eingearbeitet und die paed.ML®-Umgebung an unserer Schule administriert. Durch diese praktische Arbeit erkannte ich, welchen Mehrwert die paed.ML® im Schulalltag bietet und wie gut sie im Unterricht funktioniert. Bei Fragen stand ich im Austausch mit dem Support-Team am Landesmedienzentrum. Mit der Zeit wuchs in mir der Wunsch, näher am Puls zu sein: nicht nur Anwender zu sein, sondern aktiv mitzugestalten und selbst Support leisten zu können – für eine IT-Komplettlösung, die ich persönlich super finde.

In der Hotline bist Du Ansprechpartner für Grundschulen, die mit der IT-Lösung paed.ML® arbeiten. Wie viele Schulen betreust Du aktuell?

Wir sind ein kleines Team und betreuen rund 520 Grundschulen.

„Ob es um Technik, Software oder das Netzwerk geht – die Schulen wenden sich mit ganz unterschiedlichen Anliegen an uns. Und das ist auch gut so. Wir freuen uns, Grundschulen unterstützen zu können“, sagt Daniel Enser, Mitarbeiter der paed.ML-Hotline für Grundschulen am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg. | Foto: Marlene Feller, LMZ

Was schätzen Grundschulen besonders an der paed.ML?

Man muss wissen, dass es an den Grundschulen oft keine offiziellen Netzwerkberater/-innen gibt wie an weiterführenden Schulen. Meistens kümmert sich eine Person aus dem Kollegium nebenbei um das schulische Computernetz, unabhängig davon, ob sie technik-affin ist oder nicht. Es ist deswegen wichtig, dass man an Grundschulen eine IT-Lösung hat, die sich auch ohne große Netzwerkkenntnisse steuern und administrieren lässt. Das haben wir bei der Entwicklung der paed.ML für Grundschulen berücksichtigt: Die Nutzeroberfläche, die GS-Schulkonsole, ist sehr niederschwellig bedienbar. Der Funktionsumfang ist reduziert: Es gibt wenige, aber für den Unterricht wichtige Funktionen, die Lehrkräfte einfach bedienen können. Und bei Fragen stehen wir von der Hotline zur Seite. Ich denke, das schätzen unsere Kunden.

Welche Fragen stellen Grundschulen an die paed.ML-Hotline?

Man muss unterscheiden: Es melden sich sowohl bestehende paed.ML-Kunden als auch Interessierte bei uns. Wenn Grundschulen anrufen, die sich für die paed.ML GS interessieren, beraten wir sie, erklären ihnen, welche Möglichkeiten die IT-Lösung bietet und wie sie im Schulalltag eingesetzt werden kann. Weitere Beratungsangebote bieten unsere Kundenbetreuung und die Schulnetzberatung an den Kreismedienzentren.

Bei bestehenden Kunden geht es hingegen häufig um praktische Fragen: zum Beispiel, wie man bestimmte Softwarepakete installiert, damit Lehrkräfte mit ihrer bevorzugten Unterrichtssoftware arbeiten können. Oft sind es auch alltägliche Probleme – etwa ein nicht funktionierender Drucker, WLAN-Ausfälle, Fragen zur Geräteverwaltung.

Ob Technik, Software oder Netzwerk – die Schulen wenden sich mit ganz unterschiedlichen Anliegen an uns. Und das ist auch gut so. Wir freuen uns, Grundschulen unterstützen zu können.

Zum Schuljahreswechsel bietet das LMZ einen speziellen Support für Grundschulen. Was ist das für ein Service?

Das ist ein besonderer Service, den ausschließlich Grundschulen in Baden-Württemberg erhalten. Wir wissen, dass Lehrkräfte, die die paed.ML vor Ort betreuen, oft nur wenig Zeit haben. Gerade zum Schuljahreswechsel ist viel zu tun, deshalb unterstützen wir beim Import aller Benutzerdaten für das neue Schuljahr. Wir helfen beim Anlegen neuer Benutzerkonten und beim Zurücksetzen von Passwörtern. Wir versetzen Schülerinnen und Schüler mit ihren Benutzerdaten in die nächste Klasse. Tauschlaufwerke werden umgezogen, neue Schülerinnen und Schüler im System aufgenommen und alle Benutzer/-innen werden mit Accounts versorgt. Dieser Support kostet für Grundschulen in Baden-Württemberg nicht extra, sondern ist in der jährlichen Nutzungsgebühr enthalten – eine Art Rundum-sorglos-Paket: So können Grundschulen mit einem guten Gefühl ins neue Schuljahr starten.

Stimmt es, dass die paed.ML eine neue Benutzeroberfläche bekommt?

Ja, das ist richtig. Wir haben die paed.ML Schulkonsole auf eine neue technische Basis gestellt. Layout und Grafik werden überarbeitet, die Bedienbarkeit wird noch einfacher. Wenn alles klappt, veröffentlichen wir die neue Version der paed.ML-Grundschulkonsole mit dem nächsten Update auf paed.ML Linux/GS 8.2 noch in diesem Jahr.

Du hast die paed.ML GS auf der LEARNTEC vorgestellt. Wie war das Feedback?

Besonders gefreut hat mich, dass ich auf der LEARNTEC viele Kundinnen und Kunden persönlich treffen konnte, die ich sonst nur vom Telefon kenne. Auch die Demoversion der neuen paed.ML-Grundschulkonsole kam sehr gut an – das positive Feedback war wirklich motivierend.

Wer unterstützt die Grundschulen bei der Installation und Softwareverteilung? Wie kommen Lernprogramme und Unterrichtssoftware auf die Schüler-Geräte?

Im Idealfall funktioniert das mit opsi, das ist am einfachsten. OPSI steht für Open PC Server Integration und ist ein Open-Source-Client-Management-System. Damit können wir Software sehr gut aus der Ferne verteilen, ebenfalls ein besonderer Service für unsere Grundschulen in Baden-Württemberg. Falls die Schulen Spezialsoftware wünschen, stehen wir mit IT-Dienstleistern vor Ort im Austausch, um die Programme auf die entsprechenden Computer zu bringen. 

Grundschulen brauchen also zusätzlich zur Hotline des LMZ noch einen IT-Dienstleister?

Ja, es gibt immer einen externen Dienstleister, der sich rund um den Server, die Server-Updates und die Gerätewartung kümmert. Das bildet der Grundschul-Support nicht ab.

Tablets und iPads werden immer beliebter. Wie sieht es an Grundschulen mit mobilen Geräten aus? Wie werden sie in das paed.ML-Schulnetz eingebunden?

Mobile Geräte sind im Kommen, das stimmt. Auf der einen Seite gibt es die klassischen Computerräume mit PCs und Laptops, die sich über opsi super verwalten lassen. Beim Einsatz von Tablets benötigt man stattdessen meistens ein Mobile-Device-Management. Das kann zum Beispiel Jamf school oder Relution for education sein. In der paed.ML Windows wurde Relution bereits integriert. Wie angekündigt, wird die paed.ML Linux und die paed.ML für Grundschulen mit Relution nachziehen, um Tablets und iPads in Zukunft noch einfacher verwalten zu können.

Der DigitalPakt hat viele Schulen mit neuen Geräten ausgestattet. Doch wie sieht es mit Wartung und Support im Alltag aus? 

Der Digitalpakt war wichtig, um die Digitalisierung anzuschieben. Es konnten endlich notwendige Investitionen in die schulische Infrastruktur vor Ort getätigt werden. Wartungs- und Supportkosten über die folgenden Jahre wurden meiner Ansicht nach allerdings zu wenig berücksichtigt. In der jährlichen Nutzungsgebühr der paed.ML für Grundschulen ist der Hotline-Support inklusive. Das ist sicherlich ein Bonus für alle Schulen, die mit ihrer paed.ML technische Hilfe brauchen, ohne sich Gedanken über die Kosten dafür machen zu müssen. 

Lieber Daniel, herzlichen Dank für das Gespräch.

Kontakt: paed.ML Hotline für Grundschulen

Broschüre paed.ML für Grundschulen

Übersichtsseite paed.ML für Grundschulen